Kanban
Kanban als (Signal-)Karte und als Methode
In der ursprünglichen Bedeutung hat Kanban eine Signalwirkung um beispielsweise eine Bestellung auszulösen oder einen Prozess anzustoßen. Sie kann auch eine Karte sein die in der Produktion mit dem zu arbeitenden Gut von Anfang bis Ende mitläuft. Auf der Karte sind Informationen vermerkt die für den jeweiligen Prozessort relevant sind.
Das nachstehende Bild zeigt eine der ersten Kanban - dreieckförmig aus Blech geschnitten - von Toyota, entsprechend daher auch Dreieckkanban genannt.


Bild oben links: Kanban als Auslöser zur Wiederbestellung von Druckerpapier, angebracht an der vorletzten Packung (Quelle: allaboutlean.com)
Bild oben rechts: Kanban als Auslöser zur Wiederbestellung von Wasserflaschen, im Lager eines Hotels.
Kanban Karten sind offensichtlich vielseitig einsetzbar, bis hin zur Werkstattfertigung.
Bei der Fließfertigung ist Kanban auch als Methode zu verstehen die - zunehmend durch Software unterstützt - Informationen für Mitarbeiter und Management liefert.

Mit Kanban Methoden werden sowohl Prozesse gesteuert - in Produktion und interner / externer Logistik - als auch Analysen bereitgestellt für eine breite Zielgruppe.
Nachstehende Abbildung (Quelle: Roser, allaboutlean.com) zeigt übersichtsmäßig die Elemente einer Kanbanschleife zwischen Prozess 1 und Prozess 2 in denen drei verschiedene Produktvarianten hergestellt werden, hier dargestellt durch fünf-/viereckige und runde Symbole. Zwischen Prozess 1 und Prozess 2 existiert ein FIFO (First in - First out) Lager. Jedes Los trägt eine Kanbankarte, nach Prozess 2 werden die Produkte in einen "Supermarkt" (Fertigteillager) gelegt. Die jeweils zugehörigen Kanbankarten gehen in einen Kanban Briefkasten, der beispielsweise stündlich geleert wird.
Eine Kanbankarte befindet sich bereits auf dem Rückweg zur Produktionswarteschlange (unterwegs werden Sequenzen oder Losgrößen gebildet). Dort angekommen stößt die am längsten wartende Kanbankarte einen neuen Auftrag für den Prozess 1 an. Die Fertigung ist offensichtlich nach dem Pull - Prinzip organisiert: Prozess 1 beginnt erst einen neuen Auftrag abzuarbeiten nachdem Prozess 2 den vorhergehenden Auftrag abgeschloßen hat

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